Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

Gedenken an den 17. Juni 1953

Die Rehauer SENIOREN Union hat zum zehnten mal in Folge den 17. Juni 1953 ins Bewusstsein gebracht und am Mahnkreuz in Nentschau unmittelbar an der ehemaligen, widersinnigen DDR-Grenze ein Bukett mit der Aufschrift „Nicht vergessen“ niedergelegt. Trotz strömenden Regens waren gut ein Dutzend Personen bei der nachdenklichen Feierstunde anwesend. Der 17. Juni war mehr als 30 Jahre ein gesetzlicher Feiertag in Westdeutschland und ist in der vielfältigen, deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein fester Begriff. Wir Grenzbewohner haben im Schatten dieser brutalen Teilung unseres Vaterlandes mitgelitten mit unseren Brüdern und Schwestern. Dank gilt heute noch der katholischen Jugend, dass sie im Jahre 1962 dieses Mahnkreuz errichtet hat und somit nach der Wiedervereinigung ein nachhaltiges Zeichen zum Geschichtsbewusstsein zu uns allen gegeben hat. Vorsitzender Edgar Pöpel hat aus einem Gedichtband von Karl Beck, Rehau, ein Gedicht mit der Überschrift „ Deutschland 1962 „ vorgetragen. Karl Beck brachte folgende Gedanken zu Papier:

„Zerrissen bist Du und zerschunden,
oh du, mein deutsches Vaterland,
du blutest noch aus tausend Wunden,
wenn vieles auch schon Milderung fand.
Erschüttert steh`n wir voller Schmerzen,
betrachten stumm den Stacheldraht,
Verzweiflung ist in unsern Herzen,
ob die Vereinigung jemals naht?
Und sollte die Vereinigung kommen,
so woll`n wir froh und glücklich sein,
wenn Angst und Sorge dann genommen,
stets unserem Herrgott dankbar sein.“

Pöpel wies darauf hin, dass Hermann Engel, Rehau dieses Gedicht auch vertont hat.

Rehau im Juni 2016

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