Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

Dr. Denzler: Der Bezirkstag und die Metropolregion

Rehau – 09.04.2013 – „Wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat auch keine Zukunft“. Das Zitat aus Goethes Werken sieht der Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler als Mahnung und zugleich als Ansporn für die Arbeit des Bezirkstages. Die Kultur einer Region und die Heimatpflege sind wichtige Aufgaben, die der Bezirkstag als dritte kommunale Kraft und als Bindeglied zwischen den Landkreisen und der Bayerischen Staatsregierung wahrnimmt.

Vor kurzem war Dr. Denzler Gast der Senioren-Union Rehau, um über die Aufgaben und die Bedeutung des Bezirkstages und der Metropolregion Nürnberg zu referieren. Der Rehauer Ortsvorsitzende Edgar Pöpel konnte dazu auch Gäste aus den Ortsverbänden Berger Winkel und Regnitzlosau und aus dem Kreisverband Wunsiedel begrüßen. Eingangs zeigte der Referent die Entwicklung der Bezirksklinik Rehau, die demnächst ihr 25-jähriges Bestehen feiert, als eine der vier oberfränkischen psychiatrischen Kliniken auf, bevor er das Subsidiaritätsprinzip erläuterte, wonach Probleme immer erst dann auf die nächste Ebene weitergeleitet werden, wenn die untergeordnete Stelle keine Lösung findet. So sei auch die Staffelung Gemeinde – Kreis – Bezirk – Land zu erklären. Die eingangs erwähnte Kultur einer Region sei auch Teil der Infrastruktur. Aus seiner Erfahrung wisse er, daß nach einer Entscheidung zugunsten einer Neuansiedlung besonders vom mittleren Managment immer wieder kulturelle Themen angesprochen würden. Die soziale Inklusion verstehe er als Integration in die Gesellschaft, deren Problematik heute auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gesehen werden müsse.

Auch für die Metropolregion Nürnberg (der übrigens entgegen der Vorankündigung in der Presse seit zwei Jahren auch der Landkreis Hof angehöre) gelte das Subsidiaritätsprinzip, womit ein Konkurrenzdenken eingeschränkt wird. Erfreulich sei, daß Nürnberg ein Schwerpunkt gegenüber München geworden sei, womit auch das fränkisch-zänkische Element besser zu gewichten sei. Auch bei Behördenverlagerungen sei die anfängliche Voreingenommenheit wesentlich gemildert worden und es gelte heute die Steigerung „Kommen – Staunen – und dann bleiben“, genauso wie diese Einsicht dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegen wirke. Das Schlagwort „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ müsse man heute leider oft umgedreht sehen, wobei aber glücklicherweise auch hier das ehrenamtliche Engagement und die Nachbarschaftshilfe sich immer mehr ausbreite, besonders in den ländlichen Regionen. Auch hier müsse er feststellen, “es gibt Leute, die haben Geld, aber keine Zeit und zum anderen gibt es Leute, die haben Zeit, aber kein Geld“. Diesen Gegenpolen entgegen zu wirken und die Kontrahenten zusammen zubringen, müsse unser Ziel sein. Dr. Denzler schloß mit der Feststellung, „Deutschland werde immer schöner, immer älter und immer weniger“. Ein Lob zollte er der Euregio Egrensis, die unersetzliche Arbeit leiste und der Integration auch zum Osten hin unermütlich diene.

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