Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

Senioren besuchen Werk 11 der REHAU AG

Rehau – 25.06.2012 – Vor 25 Jahren gründete die REHAU AG in Viechtach ihr zweites Werk, intern bezeichnet als Werk 11 der Firmengruppe. Maßgeblich am Aufbau des Werkes beteiligt war Georg Welzer, inzwischen schon lange im Ruhestand. Jetzt hatte er zusammen mit Klaus Dittmann einen Besuch der Senioren-Union Rehau in Viechtach organisiert.

Das Werk 11 wurde seinerzeit in Viechtach etabliert, um die hohen logistischen Anforderungen des neuen BMW-Werkes in Regensburg erfüllen zu können. Heute sind dort 520 Mitarbeiter beschäftigt, zusammen mit dem bereits 1960 gegründeten Werk 5 sorgt die REHAU AG in Viechtach für Arbeitsplätze für mehr als 1000 Beschäftigte. Die beiden Werkleiter Albert Dirnberger und Stefan Tetek hatten es sich nicht nehmen lassen, selber an der Führung teilzunehmen. Die Besichtigung war von den Verantwortlichen bestens vorbereitet worden. Gleich zu Beginn wurde die Gruppe in vier Blocks aufgeteilt, damit jeder der Teilnehmer gleich nahe am Ansprechpartner war, wenn während der Führung durch die Produktion Fragen zu klären waren.

Eine der größten Produktionshallen der REHAU AG steht in Viechtach: 150 m lang, 35 m breit und 11 m hoch. 16 Spritzgußmaschinen sind dort untergebracht, die größte hat eine Schließkraft von mehreren tausend Tonnen. In einer weiteren Halle stehen die Extrusions-Blasanlagen. Imponierend für die Besucher waren die computergelenkten Roboter, die von den Fachleuten mittels Monitoren überwacht werden. Personalaufwändig sind eigentlich nur die Qualitätskontrolle in den einzelnen Fertigungsstufen, die Endkontrolle und die Test in den Labors. Genauso faszinierte der schnelle Werkzeugwechsel an den Anlagen, bestens unterstützt durch eine Art Paternoster, in dem die wertvollen Werkzeuge gelagert sind. Die Lackiererei und die Konfektion zeichnen sich aus durch umweltfreundliche Arbeitsplätze.

Beeindruckt durch die bestechende Organisation der Produktion, die Sauberkeit im Werk und die aufmerksamen und angenehmen Mitarbeiter bestiegen die Rehauer Senioren den Bus, um zum Mittagessen in den Klosterkeller der Abtei Niederaltaich weiterzufahren.

Nachdem der Vormittag des Ausfluges der Wirtschaft gewidmet war, wandte sich die Senioren-Union Rehau am Nachmittag mehr dem geistigen und religiösem Segment zu. Ausgewählt war das Kloster Niederaltaich, nahe Deggendorf. Dieter Köhler hatte aufgrund seiner persönlichen Verbindungen Besichtigungen in den beiden Fakultäten vorbereitet. Das Kloster geht auf eine Gründung von Herzog Odilo im Jahre 741 zurück und zählt zu den ältesten bayerischen Klöstern. Nach der Auflösung im Zuge der Säkularisation im Jahre 1803 dauerte es mehr als hundert Jahre, bis 1918 das Kloster von den Dominikanern wieder mit Leben erfüllt wurde. Die Basilika mit ihrer brillanten Ausstattung hat all diese Verwirrungen nahezu schadlos überstanden und strahlt nach mehreren Renovierungen heute wieder im prächtigen Licht. Neben der ungewöhnlichen Architektur und den Seitenältären verdienen die Deckenfresken und die Schnitzarbeiten an den Beichtstühlen besondere Beachtung.

Das Kloster unterhält auch ein musisches Gymnasium, der Knabenchor hat vor Weihnachten ein Konzert in der Kirche in Pilgramsreuth gegeben. Außerdem ist ein Ökumenisches Institut installiert, das um ein gegenseitiges Verständnis der verschiedenen christlichen Kirchen und Traditionen bemüht ist. Diesem Ziel dient es auch, wenn ein Teil der Mönche regelmäßig Gottesdienste im byzantinischen Ritus in der Nikolauskirche feiert. Pater Romanus erläuterte den Besuchern, wie die Revolution in Rußland der Anlaß war, daß der Papst im Jahre 1924 die Einrichtung der byzantinischen Sparte einleitete, die auch heute noch von zehn orthodoxen Benediktinern gepflegt wird, 27 Mönchen beten und arbeiten nach dem römisch-katholischen Ritus. Beeindruckt waren die Besucher von den gregorianischen Gesangseinlagen des Paters im byzantinischen Ritus. Dazu gehört auch die Ikonenmalerei, die mit unserem Verständnis für Malerei oft nicht in Einklang gebracht werden kann. „Ikonen sind Fenster in die Ewigkeit“ und unter dieser Prämisse müssen Ikonen aus allen Jahrhunderten betrachtet werden.

K.F.

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