Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

Auch in der Zahnmedizin wichtig: Vorsorge

Zahnimplantate ersetzen die früheren Prothesen

Rehau – 12.09.2011 – Den Gesundheitsgarten Rehau, den der frühere Bürgermeister Edgar Pöpel in seiner Begrüßung erwähnt hatte, lobte der Zahnarzt Dr. Bernd Ronneburg als beispielhaft für die Region, biete er doch der Bevölkerung durch die Zusammenarbeit und Verknüpfung der Ärzte, Fachärzte, Zahnärzte, Apotheken bis hin zu den Altenpflegestätten, Kliniken, Physiologen, Heilpraktikern und den Krankenkassen eine bestmögliche Gesundheitsvorsorge und Versorgung. Ein Baustein dazu war die in den 90-er Jahren durch die Stadt Rehau begonnene Einrichtung der Ärztehäuser in der Bahnhofstraße. Gerade in einer Stadt wie Rehau mit einer vielfältigen Industrie und einem leistungsfähigen Handel und Gewerbe kann dieses Angebot nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Seine Zusage zu dem Vortrags- und Diskussionsabend hatte Dr. Ronneburg nicht als Werbeveranstaltung für seine Praxis gegeben, aufgrund des guten Verhältnisses zu den Kolleginnen und Kollegen Dr. Wittek und Dr. Bonnekamp sah er darin eine Veranstaltung und einen Service der Zahnärzteschaft Rehau. Der Abend wurde aufgelockert durch die abwechselnde Gliederung des Referates zwischen ihm und seiner Ehefrau Dr. Heike Ronneburg, die als kieferorthopädische Zahnärztin in der Gemeinschaftspraxis tätig ist und durch die Anwesenheit seines Praxisteams.

Im Hauptteil des Referates ging Dr. Ronneburg zunächst auf die geschichtliche Entwicklung des Gesundheitwesens und auf die Ursachen von Erkrankungen ein. In der Mundhöhle gibt es eine Vielzahl von Bakterien, der größte Teil davon ist harmlos. Gefährlich werden Bakterien dann, wenn sie sich mit krankheitserregenden Bakterien zu einem sog. Biofilm organsieren. Zahnfleischbluten und Zahnfleischrückgang sind sichtbare Zeichen einer Entzündung und können zu einer Parodontitis oder sogar zum Verlust der Zähne führen. Deshalb sollte in solchen Fällen immer ein Zahnarzt kontaktiert werden. Die Bildung eines Biofilmes wird beschleunigt durch Suchtprobleme, mitunter auch durch Alkopops, Zucker, Kaffee und Nikotingenuß. Neu ist die Erkenntnis, daß eine erbliche Veranlagung dieses Krankheitsbild beeinflussen kann. Auf jeden Fall hilft eine regelmäßige Prophylaxe, frühzeitig einer Erkrankung vorzubeugen.

Frau Dr. Ronneburg ging dann auf die Probleme und auf die Behandlungsmöglichkeiten in den verschiedenen Altersstufen ein. Schon in den ersten Lebensjahren soll eine regelmäßige Zahnpflege einsetzen. Im Kindergarten und in der Grundschule sehen Zahnärzte nach dem Rechten. In Rehau ist die Betreuung in den Schulen gut organisiert. Durch vorgeschriebene Prophylaxeprogramme sind in Deutschland in den letzten 15 – 20 Jahren Zahnerkrankungen stark rückläufig. Problematischer wird es schon nach Erreichen der Volljährigkeit, weil dann jeder für sich selbst verantwortlich ist. Positiv hat sich die Einführung des Bonusheftes ausgewirkt, weil dann - nicht zuletzt aufgrund des finanziellen Anreizes – eine Überwachung der Vorsorge gegeben ist.

Ein wesentlicher Teil des Abends war dem Zahnersatz gewidmet. Glücklicherweise gehören die Prothesen immer mehr der Vergangenheit an, weil die Medizintechnik durch die Entwicklung von Implantaten und Brücken rasant fortgeschritten ist. Seit dem Jahr 2005 ist auch eine bessere Bezuschussung durch die Krankenkassen gegeben, wenngleich immer noch ein großer Anteil vom Patienten selber aufgebracht werden muß. Man sollte hier den Sinn einer Zusatzversicherung überlegen, dies sollte aber rechtzeitig und nicht erst bei Eintritt des Versorgungsfalles erfolgen. Amarganlegierungen sollten wegen des Quecksilberanteiles nach Möglichkeit vermieden werden, Keramik oder Gold sollten den Vorzug erhalten, weil diese Implantate meist über Jahrzehnte halten.

Abschließend wiesen die Referenten noch auf die heutigen modernen Techniken in der Zahnarztpraxis hin. Die digitale Röntgendiagnostik, aktuelle Ultraschallgeräte und Laser nehmen dem Patienten heute die Vorurteile und Ängste bei Zahnschmerzen und deren Behandlung.

zurück zur Übersicht

Seitenanfang