Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

Rehauer Senioren-Union informiert sich in Mainfranken

Aktuelle Informationen und unterhaltsamer Ausflug an die Mainschleife

Rehau –27.06.2011 – Mancher der Gäste hatte ein rückhaltloses Plädoyer zugunsten der Atompolitik erwartet, das der Dezernent für Öffentlichkeitsarbeit beim KKW Grafenrheinfeld präsentieren könnte. Aber der Referent fand auch kritische Worte zu der Entwicklung in den letzten Monaten. Versteckte Seitenhiebe auf die Politik, aber auch auf die Medien lockerten seinen Vortrag auf und in einer anschließenden ausgiebigen Diskussion bemühten sich alle, einen gemeinsamen Konsens zu finden. So schloss er den von deutschen Kernkraftbefürwortern bei einem schnellen Ausstieg oft beschworenen Blackout in Zeiten hohen Energiebedarfs aus, „weil uns dann unsere Nachbarn sofort mit Atomstrom beliefern würden, allerdings zu Preisen, die sie dann selber bestimmen“. Überhaupt führte er die emotionsgeladene Diskussion in der Öffentlichkeit vor allem auf die wechselhafte Politik und die Berichterstattung in den Medien zurück. Verständlich sei die Verunsicherung in der deutschen Bevölkerung nach dem Unglück in Japan, das sich von der Verkettung der Umstände her bei uns aber schon geologisch keinesfalls wiederholen könne. Die absolute Kehrtwende unserer Politiker sei nicht nachvollziehbar und verursache Kosten, die nicht wieder gutzumachen sind. Bis Ende vorigen Jahres vorgenommene Investitionen sind nicht mehr zu amortisieren. Ein gezielter und geplanter Rückbau und die Überbrückung zu regenerativen Energien in zeitlich gestrecktem Rahmen wäre der bessere Weg gewesen.

Der Referent verstand es, danach überzeugend und allgemein verständlich die physikalischen Vorgänge im Kernkraftwerk zu erklären, aber auch mögliche Komplikationen und deren Risiken, wie z.B. die Kernschmelze zu erläutern.

Nach dem mit Bildern untermalten Referat brach die Gruppe zu einer Besichtigung der Anlage auf. Das als Hochsicherheitstrakt abgeschirmte Gelände hinterließ einen nachhaltigen Eindruck, vor allem als der Referent in Anwesenheit der Sicherheitsbeamten in unmittelbarer Nähe die Reaktorgebäude, die Bauten für das Zwischenlager, die riesige Umspannanlage oder auch die beiden Kühltürme erklärte.

Als Ausgleich zu der anstrengenden Informationsrunde wurde die Vogelsburg an der Mainschleife angefahren. Entspannt konnten die Teilnehmer beim Mittagessen im Biergarten den Blick auf die Weinorte Escherndorf, Nordheim, auf die Hallburg und auf Volkach geniessen. Bei schönstem Sommerwetter spazierte der größte Teil der Gruppe durch die Weinlage „Eschendorfer Lump“ hinunter nach Escherndorf, um von dort aus mit dem Bus nach Volkach zur individuellen Einkehr zu fahren, und um dort in stimmungsvollen Weinlokalen den Spätnachmittag ausklingen zu lassen.

Alles in allem: Ein gelungener Ausflug für die ältere Generation, der auf beeindruckende und gleichzeitig erholsame Weise, Tagespolitik und Entspannung miteinander verband.

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