Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

BHS-Ofen beeindruckt Senioren-Union

Weiteres Mosaiksteinchen in der Reihe der Exkursionen gesetzt

Rehau – 02.02.2010 - Dreiundsechzig Freunde und Mitglieder der Senioren-Union der CSU Rehau waren dem Angebot zu einer Betriebsbesichtigung in Schönwald gefolgt. Fachkundige Gäste wie die früheren Hutschenreuther-Direktoren Heinz Brucker und Herwarth Metzel waren ebenso dabei wie der Schönwalder Bürgermeister Robert Frenzl.

Entschuldigt hatte sich der erste Vorsitzende Edgar Pöpel, weil er zur gleichen Stunde den früheren Ölsnitzer Bürgermeister Kurt Reichel auf seinem letzten Weg begleitete. Reichel und Pöpel waren die ersten in ganz Deutschland, die eine Städtefreundschaft zwischen Oelsnitz und Rehau begründeten. Deshalb oblag zweitem Vorsitzenden Karl Friedrich Pelz die Leitung der Gruppe.

Eingangs zeigte Pelz den Gästen die geschichtliche Entwicklung der Porzellanfabrik Schönwald auf, die bereits 1879 gegründet wurde, also ein Jahr vor der Rehauer Porzellanfabrik Zeh, Scherzer & Co. Nach verschiedenen Änderungen der Gesellschaftsform und der Besitzer ist das Unternehmen seit 1998 ein Werk der Aktiengesellschaft BHS-tabletop und ist Weltmarktführer in Hotel- und Gastronomie-Porzellan.

Heute gehört BHS-tabletop zu den wenigen Herstellern in unserer Porzellangegend, die nach den einschneidenden Betriebsschließungen der letzten 30 Jahre übrig geblieben sind. Schönwald wird in der Branche schon immer zu den innovativen Betrieben gezählt und hat immer mit der technologischen Entwicklung in vorderster Front Schritt gehalten.

Im Weißbetrieb in Schönwald übernahmen der Betriebsleiter Walter Erner zusammen mit Helmut Herda die Führung der Gäste, die von hier aus in zwei Gruppen, später sogar in drei Gruppen eingeteilt wurden. Das Hauptinteresse galt dem neuen Riedhammer-Schnellbrandofen, der im Herbst vergangenen Jahres in Betrieb genommen wurde und in den die weltweit modernste Brenntechnik integriert ist. Durch den neuartigen vollgefaserten Aufbau des Ofens und des Innenlebens ist es möglich, die Anlage innerhalb fünf Stunden auf 1420 Grad C hochzufahren oder auch abzukühlen. Bei den bisherigen Tunnelöfen dauerte das tagelang, eine Abkühlung auf Null war überhaupt nicht möglich, weil ein Einsturz des Ofens befürchtet werden musste. Die heutige Technik macht es möglich, dass der Ofen schon über das Wochenende abgestellt werden kann, früher war das nicht einmal während Feiertagen oder der Urlaubszeit der Fall. Heute beträgt die Durchlaufzeit 7 – 12 Stunden, früher brauchte es die dreifache Zeit. Alles in allem: Der neue Ofen braucht gegenüber dem alten nur noch die Hälfte an Energie, bringt aber das drei- bis vierfache an Leistung. Selbstredend, dass alle Vorgänge weitgehendst computergesteuert ablaufen. Sogar die Porzellan-Experten waren beeindruckt von diesem Wunderwerk.

Neben dem neuen Schnellbrandofen traten die teilweise automatisierten Anlagen für das Glasieren und die ISO-statischen Pressen, bei denen Trockenmasse anstatt der früher üblichen Porzellanmasse verarbeitet wird, in den Hintergrund.

Anschließend fuhr die Gruppe weiter nach Selb in das Dekorations- und Logistikzentrum. Dort werden die in Weiden gefertigten Flachteile und die in Schönwald produzierten Hohlgeschirre und Sonderteile zusammengeführt, gemeinsam dekoriert, kommissioniert und anschließend in alle Welt verschickt. 250 Mitarbeiter fertigen hier jährlich 35 Millionen Teile ab. Die Führungen und Erläuterungen wurden von den Herren Stegner und Nürnberger übernommen. Beeindruckt waren die Gäste vor allem von dem voll computergesteuerten Hochregallager.

Namens der Senioren-Union der CSU Rehau bedankte sich zum Schluß Pelz bei der Firmenleitung, den Führern und Bürgermeister Robert Frenzl, der die Besichtigung vermittelt hatte, für den überaus interessanten Nachmittag, der auch für Fachleute Neues gebracht und mit dem neuesten Stand der Technik vertraut gemacht habe.

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