Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

MGH: Es geht um das Miteinander der Generationen

Senioren-Union der CSU Rehau informiert Rehauer Bevölkerung

Rehau – 14.09.2009 – Maria Mangei und Martin Abt, beide Geschäftsführer und Direktoren der Diakonie Hochfranken, waren überrascht von dem starken Besuch der Informations- und Diskussionsveranstaltung, zu der die Senioren-Union der CSU Rehau eingeladen hatte. „Das Interesse der Rehauer Bevölkerung bestätigt unsere Entscheidung aus dem Jahre 2006, als wir die Stadt Rehau als Standort des Mehrgenerationenhauses (MGH) für den Landkreis Hof festlegten“ stellte Maria Mangei im Verlauf ihres Referates fest.

Eingangs der Veranstaltung hatte Edgar Pöpel, Vorsitzender der Rehauer Senioren-Union als Arbeitsgemeinschaft der CSU wie die Junge Union und die Frauen-Union, die Vorlage gegeben, als er feststellte, dass Maria Mangei ein Glücksfall für die Region sei. Er leitete über auf die Vorarbeiten zur Fixierung des MGH, wobei die Unterstützung durch die Oberfrankenstiftung ein wesentlicher Faktor war.

In ihrem Referat erläuterte Maria Mangei, Ausgangspunkt für den Gedanken eines MGH in Rehau sei die Bertelsmann-Studie gewesen, in der festgestellt wurde, dass die demographische Entwicklung in der Region die Stadt Rehau vergleichsweise hart treffen werde. In vielen Gesprächen mit Edgar Pöpel, damals noch Bürgermeister in Rehau wurden die Voraussetzungen geschaffen, um unter dem Schlagwort “Alt und jung unter einem Dach“ verstärkt zu einer Zusammenführung der Generationen beizutragen. Der Bedarf an Unterstützung, Betreuung und Pflege könne künftig nicht mehr allein von der öffentlichen Hand abgedeckt werden. Das unter der Regie der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen entwickelte Konzept, neue Wege um das Miteinander der Generationen zu fördern, wurde von der Diakonie Hochfranken aufgegriffen und auf das Projekt Rehau übertragen. Die gute Unterstützung seitens der politisch Verantwortlichen, die große Aufgeschlossenheit der Bevölkerung und die optimale Immobilie haben die Entscheidung erleichtert.

Dann kam Maria Mangei auf das konkrete Projekt Rehau zu sprechen. Bereits jetzt sei das MGH in dem Ladenlokal in der Ludwigsstraße mit einem breiten Angebot etabliert. Die Basis und der Mittelpunkt sei künftig der Soziale Marktplatz. Dessen Strahlkraft zeige wechselseitige Wirkung zu der Diakonie, dem Kinderhort, der Erziehungsberatung und nicht zuletzt zu dem Seniorenwohnen mit bis zu 38 Pflegeplätzen.

Neben den bereits etablierten und in der Bevölkerung bekannten Einrichtungen wie Tageskaffee, Balettstunden, Malstunden, Englisch für Kidds, usw. zeigte Maria Mangei viele Möglichkeiten auf bis hin zu einem offenen Kaffeebetrieb, Frühstücks- und Mittagstisch, Kulturangeboten, Elternschule, Veranstaltungen für Jung und alt, usw. Dazu werde es nötig sein, mit anderen Einrichtungen in der Stadt zu kooperieren. Als Partner dafür kommen die Stadt, Schulen, Kindergärten, Bezirksklinik, Musikschule, Tagesmüttervermittlung, usw. in Betracht. Es können Börsen für haupt- und ehrenamtliche Kräfte eingerichtet werden oder Servicecenter für Familien. Für die Koordination sei dann die Diakonie Hochfranken zuständig und verantwortlich.

Für den Betrieb der umfangreichen Einrichtungen seien Patenschaften unerlässlich und so sei es bereits gelungen, das Unternehmen REHAU AG, die evangelische Kirchengemeinde, den Naturhof „Faßmannsreuther Erde“ und Landrat Bernd Hering für das Projekt zu begeistern.

Martin Abt war es vorbehalten, über die Finanzierung und die räumliche Planung zu informieren. Da mit Gesamtkosten von mehr als fünf Mio Euro gerechnet werden muß, sei man froh, die Oberfrankenstiftung mit an Bord zu haben. Deren Anteil am MGH Rehau sei die größte Einzelförderung, die von der Stiftung seit ihrer Gründung zugesagt wurde.

Über einen Beamer zeigte er Einzelheiten der Planung, wobei auch hier wieder der Soziale Marktplatz im Erdgeschoß im Mittelpunkt stand. Dieser ist vom ersten Stock aus über eine Art Balustrade einsehbar. Die Besprechungsräume und auch die für die Verwaltung vorgesehenen Büros wurden angesprochen, ebenso wie der Neubau im Innenhof, der vor allem dem Bereich Altenhilfe zugeordnet sein wird. Für die Innenhofgestaltung sind noch einige Fragen offen, aber auch hier sei man zuversichtlich, in den nächsten Monaten Lösungen zu finden.

In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Details angesprochen, u. a. der Wettbewerb zu den in Rehau bereits bestehenden karitativen Einrichtungen, die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten oder die Sicherheit der älteren Bevölkerung, was durch den kürzlichen Überfall in München-Solln wieder neue Ängste aufkommen lässt. Auch das Projekt 1-2-3 kam zu Sprache, vor kurzem war dieses Altenhilfe- und Mehrgenerationenprojekt bereits Thema einer Veranstaltung der Senioren-Union.

Bürgermeister Michael Abraham dankte der Senioren-Union und der Diakonie Hochfranken für die an diesem Abend übermittelten Informationen. Seinem Vorgänger Edgar Pöpel dankte er zudem für die Vorarbeiten bei der Planung des MGH, seinen Einsatz bei den Grundstücksverhandlungen und vor allem für sein Engagement in seiner Eigenschaft als Bezirksrat und Aufsichtsrat bei der Oberfrankenstiftung.

Edgar Pöpel betonte in seinem Schlusswort, dass das Projekt die Innenstadt aufwerte und gleichzeitig durch die Trägerschaft der Diakonie ein weiterer christlicher Anlaufpunkt sei.

K.F.

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