Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

Rehauer Senioren-Union zu Gast in Dresden

Besuch der Plenarsitzung im Sächsischen Landtag auf Vermittlung von MdL Heinze

Rehau 18.06.2008 - Von Rehau bis zur Sächsischen Landeshauptstadt sind es gerade mal 180 Kilometer, wesentlich weniger als zur bayerischen Landeshauptstadt. Die Senioren-Union der CSU hatte sich deshalb Dresden für einen Tagesausflug mit dem Bus ausgesucht. Aufgrund eines sozialverträglichen Preises war der Bus schon kurz nach Bekanntgabe der Fahrt durch Freunde und Mitglieder ausgebucht.

Am Vormittag wurde das neue Kabinett des Sächsischen Landtages unter dem sorbischen Ministerpräsidenten Stansislaw Tillich vorgestellt und vereidigt, am Nachmittag besuchte die Senioren-Union der CSU Rehau im Sächsischen Landtag die erste Plenarsitzung. Der Oelsnitzer Landtagsabgeordnete Andreas Heinze begleitete die Gruppe und gab Auskunft sowohl über seine Tätigkeiten in der sächsischen CDU als auch über den Landtag selber.

Dabei fiel den Rehauern besonders der schwache Besuch des Plenums auf. Der Landtag ist mit sechs Fraktionen besetzt - die Linke ist dort schon stärker als die SPD - und die dadurch entstehende umfangreiche Diskussion ließ einen Vorgeschmack aufkommen, wie es in München zugehen wird, wenn bei der nächsten Wahl neue Gruppierungen in das Maximilianeum einziehen sollten. Trotz des an sich trockenen Themas bei der Debatte um ein Gesetz zur Neuordnung der Kulturräume im Freistaat Sachsen auf Grund der Neugliederung der Landkreise war es interessant zu hören, wie die verschiedenen Redner dazu Stellung nahmen. Durch die künftige Zuordnung der bisher kreisfreien Stadt Plauen zum Vogtland-Landkreis werden auch die finanziellen Zuschüsse neu geregelt und davon ist dann auch der Theater-Zweckverband Plauen-Zwickau betroffen.

Zuvor bekamen die Teilnehmer im Rahmen einer Stadtrundfahrt mit dem Bus einen Eindruck von den Zerstörungen in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 und dem folgenden Wiederaufbau durch das kommunistische Regime im Stil des Sozialistischen Klassizismus. Aber die Fahrt durch die südlichen Stadtteile Blasewitz und Loschwitz mit ihren vielen Villen-Vierteln, die nach der Wende schon großteils wieder renoviert sind, entschädigte und ließ die alte Pracht der Landeshauptstadt erkennen. Der Verkehrsstau im Nadelöhr zur Brücke Blaues Wunder machte deutlich, dass es unumgänglich ist, möglichst bald die bereits im Bau befindliche neue Waldschlösschen-Brücke fertig zu stellen, selbst wenn dadurch das zum Weltkulturerbe zählende Elbtal beeinträchtigt wird.

Nach der Rückfahrt über die Augustusbrücke mit dem berühmten Canaletto-Blick zur Skyline der Altstadt wurde die Busfahrt beendet und die Teilnehmer setzten unter der fachkundigen Leitung einer Fremdenführerin die Besichtigung der Innenstadt mit den allseits bekannten und symbolischen Brennpunkten per pedes fort.

Nach einer Filmschau im Kulturpalast am Altmarkt über die Faszination Frauenkirche konnten die Senioren dann auch die zerbombte und nach der Wende wieder aufgebaute Frauenkirche samt Unterkirche im Zentrum der Stadt besuchen und dabei einen abschließenden Eindruck von der Sisyphusarbeit der originalgetreuen Rekonstruktion gewinnen.

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