Senioren-Union der CSU
Erfahrung gestaltet Zukunft - Ortsverband Rehau

Senioren-Union der CSU demonstriert Defibrillator

Rehau, 14.05.2008 - Für den Dienstag nach Pfingsten hatte die Senioren-Union der CSU Rehau zum quartalsmäßigen Informationsabend eingeladen.

Vorausschickend muss erwähnt werden, dass ein stärkerer Besuch angebracht gewesen wäre. Weder von der Stadt bzw. der Verwaltung der Stadt Rehau, noch vom CSU-Ortsverband, der Frauen-Union und der Jungen Union waren Vertreter anwesend. In der Vorbereitungsphase war wegen der Aktualität des Themas das Rehauer Tagblatt gebeten worden, eine etwas umfangreichere Vorschau zu bringen. Aber Ankündigungen in der vorgebenen Größe sind im Rehauer Tagblatt nur bei Großveranstaltungen möglich. Auch eine Berichterstattung bzw. ein Foto durch einen Mitarbeiter der Zeitung konnte nicht erfolgen, weil "der Defibrillator samt Anwendung bereits vielerorts Thema von Vorträgen und Vorführungen war".

Die Senioren-Union der CSU Rehau ist sich sicher, dass bei einer breiteren Ankündigung mehr Interessenten den Weg zum Rathaus gefunden hätten. Künftig wolle man sich überlegen, wie man Vorschauen auch über die Mitglieder hinaus publizieren könne. Vielleicht werden andere Print-Medien eingesetzt. Aufwendige Plakatwerbungen wolle man vermeiden, da man wisse, dass der Aufwand nicht den Erfolg rechtfertige.

Die Veranstaltung hat auf Vermittlung von Vorstandsmitglied Max Stöhr hin der Bergwachtarzt Thomas Kieke mit seinen Kameraden von der Bergwacht Rehau durchgezogen. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden Karl Friedrich Pelz wurde der praktische Teil des Abends auf dem Platz vor dem Rathaus in der Martin-Luther-Straße abgewickelt. Zum Einsatz kam der automatisierte externe Defibrillator (AED), den die REHAU AG kürzlich der Bergwacht gesponsert hat und der im Einsatzfahrzeug der Bergwacht installiert ist. Im halbautomatischen AED analysiert eine Software den Herzrhythmus und entscheidet, ob eine Defibrillation notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird die Funktion freigeschaltet und kann durch den Anwender ausgelöst werden. Die Besucher konnten sich ein recht gutes Bild machen, welche Handgriffe man tun müsse, um im Ernstfall Hilfe zu leisten ohne unnötig Zeit zu verlieren.

Anschließend zeigte im Schützenhaus Rehau Thomas Kieke einen kurzen Film über den Defibrillator. In seinem Referat und der Diskussion wurde dargestellt, wie die Hilfe durch den Laien erfolgen könne. Die Mitarbeiter der Rettungsdienste sind ausgebildet und leisten gezielte Hilfe. Da aber meistens zuerst Laien an Ort und Stelle sind, wenn der Kollege, der Nachbar, der Verwandte oder eben der Nächste zusammenbricht, ist der Einsatz des Defibrillators oft lebensrettend.

Entscheidend ist der frühestmögliche Einsatz, da die durch das Kammerflimmern (Herzrhythmusstörungen) hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann. Aus diesem Grunde werden auch im öffentlichen Raum immer mehr AED platziert. In den USA sind die AED schon weit verbreitet, aber auch in Deutschland ist ein deutlicher Trend zu PAD ( öffentlich erreichbare Defibrillatoren) vor allem an Plätzen mit starkem Publikumsverkehr zu erkennen. Die Hinweisschilder auf öffentliche Defibrillatoren zeigen auch in Rehau den Weg zu solchen Geräten.

Edgar Pöpel, Vorsitzender der Senioren-Union Rehau, der inzwischen eingetroffen war, dankte Thomas Kieke und seinen Bergwacht-Kameraden für die informative Veranstaltung und überreichte als Dankeschön ein kleines Erinnerungsgeschenk.

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